LED-Lichttherapie

LED-Lichttherapie ist eine Behandlung mit farbigem Licht bestimmter Wellenlängen, die auf die Haut eingestrahlt wird.

Dauer im Studio
ca. 30 Min
Rubrik
Anti-Aging & Faltenbehandlung

Bei der LED-Lichttherapie werden bestimmte Wellenlängen des sichtbaren Lichtspektrums gezielt auf die Haut eingestrahlt. Die Behandlung ist im Bereich Anti-Aging und Hautpflege verbreitet und zielt je nach eingesetzter Lichtfarbe auf unterschiedliche Aspekte des Hautbildes ab. Im Studio wird sie häufig als eigenständige Anwendung oder als ergänzender Schritt nach anderen Behandlungen angeboten.

So läuft die Behandlung im Studio ab

  1. Beratungsgespräch und Anamnese: Zu Beginn erfragt die Fachkraft Hautbild, aktuelle Pflegeprodukte und mögliche Kontraindikationen.
  2. Reinigung: Die Haut wird gründlich gereinigt, damit keine Rückstände die Lichtabsorption beeinflussen.
  3. Augenschutz: Augen und empfindliche Bereiche werden mit speziellen Schutzpads oder einer Schutzbrille abgedeckt.
  4. Positionierung der LED-Maske oder des LED-Panels: Das Gerät — meist eine Maske oder ein flaches Panel — wird in einem definierten Abstand über dem Gesicht positioniert.
  5. Lichtanwendung: Das Gerät strahlt für eine festgelegte Dauer — typischerweise rund 20 Minuten — Licht einer oder mehrerer Wellenlängen auf die Haut ein. Gängige Farben sind Rot (ca. 630–660 nm), Blau (ca. 415–430 nm) und Infrarot (ca. 830 nm).
  6. Nachpflege: Nach der Bestrahlung trägt die Fachkraft je nach Protokoll ein Serum oder eine Feuchtigkeitspflege auf.
  7. Abschlusspflege und Sonnenschutz: Die Sitzung endet mit dem Auftragen eines Lichtschutzpräparats, sofern die Behandlung tagsüber stattfindet.

Für welches Hautbild ist die Behandlung angelegt?

Angelegt ist die LED-Lichttherapie auf Hautbilder, bei denen Studios eine unterstützende Lichtanwendung als sinnvoll erachten. Rotes und Infrarotlicht wird typischerweise bei Hautbildern eingesetzt, bei denen feine Linien und eine ungleichmäßige Textur im Vordergrund stehen — entsprechend ist die Behandlung häufig im Anti-Aging-Kontext positioniert. Blaues Licht zielt auf unreine, zu Komedonen neigende Haut ab. Empfindliche oder gereizte Haut wird in manchen Studios ebenfalls mit bestimmten Wellenlängen behandelt, wobei die Auswahl der Lichtfarbe von der Fachkraft individuell festgelegt wird. Die Behandlung ist nicht auf einen einzigen Hauttyp beschränkt, setzt aber eine sorgfältige Auswahl der Wellenlänge voraus.

Wann du die Behandlung besser meiden solltest

  • Schwangerschaft und Stillzeit (mangelnde Datenlage zur Sicherheit)
  • Aktive Hauterkrankungen im Behandlungsareal, z. B. Ekzeme, Rosacea in akutem Schub oder offene Wunden
  • Lichtempfindlichkeit oder bekannte Photodermatosen (z. B. Lupus erythematodes)
  • Einnahme von photosensibilisierenden Medikamenten (z. B. bestimmte Antibiotika, Retinoide)
  • Frische Sonnenbräune oder Sonnenbrand im Behandlungsareal
  • Epilepsie, da pulsierende Lichtsignale Anfälle auslösen können
  • Aktiver Herpes im Behandlungsareal
  • Implantierte lichtempfindliche Geräte oder Implantate im Behandlungsbereich

Was direkt nach der Behandlung im Studio zu beachten ist

Unmittelbar nach der Sitzung kann die Haut leicht gerötet und vorübergehend wärmer erscheinen — das ist eine typische Reaktion auf die Lichteinwirkung und klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden ab. Eine ausgeprägte Downtime ist bei der LED-Lichttherapie nicht üblich. Dennoch gilt: Direkte Sonneneinstrahlung sollte am Behandlungstag vermieden werden, und ein Lichtschutzfaktor ist anzuwenden. Auf Sauna, intensiven Sport und Make-up wird in vielen Studios für die ersten Stunden nach der Behandlung verzichtet. Aggressive Pflegeprodukte wie Säuren oder Retinoide sollten am Abend nach der Sitzung pausiert werden.

Wie oft ist eine solche Behandlung typisch angelegt?

In vielen Studios wird die LED-Lichttherapie als Kur aus mehreren Sitzungen angeboten — häufig sechs bis zehn Termine im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Abstand. Anschließend sind in der Praxis monatliche Einzelsitzungen zur Erhaltung verbreitet. Die genaue Taktung legt die Fachkraft nach Hautbild und eingesetzter Wellenlänge individuell fest. Als einmalige Einzelbehandlung wird die Anwendung seltener konzipiert.

Wirkstoffe und Techniken

Die LED-Lichttherapie kommt ohne chemische Wirkstoffe aus — das zentrale Werkzeug ist das Licht selbst. Eingesetzt werden LED-Panels oder LED-Masken, die Licht in definierten Wellenlängen emittieren. Rotes Licht (ca. 630–660 nm) und Nahinfrarot (ca. 830 nm) dringen tiefer in das Gewebe ein und zielen auf Prozesse in tieferen Hautschichten ab. Blaues Licht (ca. 415 nm) wirkt an der Hautoberfläche und wird bei unreiner Haut eingesetzt. Manche Geräte kombinieren mehrere Wellenlängen in einer Sitzung. Als ergänzende Pflegeprodukte nach der Bestrahlung kommen häufig Seren mit Panthenol oder Tocopherol zum Einsatz, um die Haut nach der Behandlung zu beruhigen und zu pflegen.

Wo diese Behandlung an ihre Grenzen kommt

Die LED-Lichttherapie ist keine medizinische Behandlung und kein Ersatz für dermatologische oder ärztliche Therapien. Ausgeprägte Falten, tiefe Narben oder starke Pigmentveränderungen liegen außerhalb dessen, was die Behandlung adressieren kann. Bei diagnostizierten Hauterkrankungen — etwa Akne inversa, Rosacea oder Pigmentstörungen mit unklarer Ursache — ist vor einer kosmetischen Lichtanwendung eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Auch bei Verdacht auf lichtempfindliche Erkrankungen sollte zunächst eine dermatologische Einschätzung eingeholt werden.

Alternativen und ergänzende Behandlungen

Wer nach Alternativen zur LED-Lichttherapie im Anti-Aging-Bereich sucht, findet im Studio häufig Angebote wie die Radiofrequenz-Behandlung, bei der elektrische Energie in die Haut eingebracht wird, oder das HIFU (Ultraschall-Lifting), das mit fokussiertem Ultraschall in tiefere Gewebeschichten zielt — beide Verfahren sind medizinnah und setzen eine sorgfältige Anamnese sowie geschulte Fachkräfte voraus. Das Micro-Needling arbeitet mit feinen Nadeln und zielt auf andere Prozesse in der Haut ab. Als ergänzende Behandlung bietet sich ein Fruchtsäurepeeling an, das auf die oberflächliche Schicht der Haut abzielt und häufig im Wechsel mit Lichtanwendungen im Studio eingesetzt wird. Eine allgemeinere Übersicht bietet der Ratgeber zur Anti-Aging-Behandlung.

Häufige Fragen

Ist die LED-Lichttherapie schmerzhaft?

Die Anwendung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Während der Bestrahlung ist allenfalls eine leichte Wärme wahrnehmbar; das Licht selbst verursacht keine Hautreizung.

Kann die Behandlung mit anderen Anwendungen kombiniert werden?

In vielen Studios wird die LED-Lichttherapie als Abschlussschritt nach Peelings oder Reinigungsbehandlungen angeboten. Welche Kombinationen sinnvoll sind, legt die Fachkraft nach Hautbild und Behandlungsprotokoll fest.

Wie lange dauert eine typische Sitzung?

Die reine Bestrahlungszeit beträgt meist 15 bis 25 Minuten; inklusive Vor- und Nachbereitung liegt die Gesamtdauer einer Sitzung häufig bei etwa 30 Minuten.

Ist die Behandlung auch für dunkle Hauttöne geeignet?

LED-Licht arbeitet ohne thermische Energie und ohne selektive Absorption durch Melanin, weshalb die Behandlung grundsätzlich für verschiedene Hauttöne eingesetzt wird. Die individuelle Eignung klärt die Fachkraft im Beratungsgespräch.

Was unterscheidet LED-Lichttherapie von Laser- oder IPL-Behandlungen?

LED-Geräte emittieren nicht-kohärentes, nicht-thermisches Licht in einem breiten Wellenlängenbereich und arbeiten ohne die Intensität von Lasern oder IPL-Systemen. Laser und IPL sind medizinnähere Verfahren mit höherem Energieeintrag und anderen Anwendungsgebieten.

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